Synthese

Durch die Synthese zwischen Astrologie, Psychologie und Ökologie ergeben sich völlig neue Gesichtspunkte bei der Deutung eines Horoskopes.

• 1. Ausbildung von Anlagen
• Nach der psychologischen Astrologie symbolisieren die Planeten Anlagen und Fähigkeiten, die ausgebildet werden müssen.
• Dies hat zur Konsequenz, dass niemand ein gutes und niemand ein schlechtes Horoskop hat, sondern jeder lediglich eine andersartige psychische Struktur aufweist, die es zu entwickeln gilt.
• Die Tatsache, dass es sich hier um menschliche Fähigkeiten und um ihre Entwicklung und Reifung handelt, schließt genauso jegliches Schubladendenken und jegliche Determination aus wie Prognosen, die den einzelnen auf ein zukünftiges Ereignis festlegen und damit stigmatisieren.
• Die Ausbildung von Anlagen und Fähigkeiten ist auch wichtigster Bestandteil der Astropsychotherapie. Ohne Ausbildung von Anlagen können keine nachhaltigen Veränderungen des Horoskopeigners geschehen.
• 2. Hemmung, Kompensation, Erwachsene Form…Lösungsmöglichkeit
• Jede Anlage kann durch die Normen, Ideale, Gebote und Verbote der patriarchalen Kultur in der Entwicklung gehemmt sein.
• Ist es dem Menschen jedoch möglich, diese Normen oder Ideale zu verkörpern, lebt er die Anlage kompensatorisch aus.
• Der Erwachsene (unabhängig vom Alter) hingegen hat sich von kultur-,epochen-,milieu- und familienspezifischen Maßstäben und Normen befreit und bildet seine Anlagen entsprechen seiner wahren menschlichen Natur aus.
• Aufgrund dieser drei Entwicklungsstadien kann jedes Horoskop in drei Varianten, in der Form der Hemmung, der Kompensation und der Erwachsenenform gedeutet werden.
• Noch komplexer gestaltet sich das Bild, wenn man bedenkt, dass die Persönlichkeitsanteile des Menschen sich meistens in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden: So kann Merkur beispielsweise in der Hemmung erlebt werden, Mond in der Kompensation und Jupiter schon mehr im Erwachsenenstadium.
• Dadurch gelingt es nun endlich, nicht nur ein Radix differenzierter zu deuten, sondern auch Lösungsmöglichkeiten, den Weg vom Krankheits- zum Gesundheitsbild aufzuzeigen.
• 3. Abwehr- und Anpassungsmechanismen
• Ohne Wissen um die Anpassungs- und Abwehrmechanismen gleicht eine Horoskopdeutung mehr einem Projektions- oder Ratespiel als einer echten Auseinandersetzung mit den Tiefen der eigenen oder der fremden Seele; denn die Anlagen, Fähigkeiten und Energien des Menschen müssen sich an die patriarchale Kultur anpassen.
• Eine Entwicklung und Reifung der Anlagen wird dadurch abgewehrt. Die Energien werden statt dessen umgelenkt und erscheinen nur noch in der verzerrten Form der Anpassungs- und Abwehrmechanismen, wie der Sublimierung, Imitation, Identifikation, Regression, Verdrängung, Projektion, Rationalisierung, Reaktionsbildung, des symbolischen Ausagierens und der Somatisierung.
• Hinzu kommt, dass der einzelne bei jeder Anlage wiederum einen anderen Anpassungsmechanismus einsetzen kann, wenn gleich manchmal gewisse Vorlieben beobachtet werden. So gibt es Menschen, die ihre Anlagen vorwiegend in der Projektion oder in der Somatisierung erleben (sogenannter Lieblings-Anpassungsmechanismus).
• 4. Vernetzung von Anlagen
• Die Anlagen in unserem Radix sind Bausteine unseres Selbst. Sie sind miteinander vernetzt und stehen in steter Wechselwirkung.
• Aus diesem Grund ist eine isolierte Betrachtung einer Planetenkonstellation wenig sinnvoll. Der jeweilige Baustein des eigenen Selbst muß also immer im Zusammenhang mit den anderen Persönlichkeitsanteilen gesehen werden.
• 5. Frequenzen
• Eine Anlage kann nicht nur in der Hemmung, Kompenstion oder erwachsen erlebt werden, sondern auch auf verschieden Frequenzen (siehe unter 3).

• 6. Entwicklungsgeschichte der Anlagen
• Da Leben Wachstum ist, repräsentieren die zwölf kosmischen Prinzipien nicht etwas Statisches, sondern beinhalten Entwicklungsprozesse – wie z.B. den Verselbstständigungsprozeß (Sonne), den Prozeß des Findens des eigenen Geschmacks (Venus) oder den Emanzipationsprozeß (Uranus)…
• Daher hat auch jede Anlage und jede Konstellation in unserem Radix eine eigene Entwicklungsgeschichte. Hier tauchen Fragen auf wie: Wodurch ist diese Konstellation entstanden ? Wie haben Eltern diese Anlage ausgelebt ? Welche Situationen und Ereignisse haben das Kind prä- und postnatal geprägt ? Wie zeigte sich die Konstellation beim Kind, beim Jugendlichen und beim Erwachsenen ?
• 7. Gesetze des Schicksals
• jede Anlage ist als Ausdruck des Lebens >schicksalsfähig< und daher den Gesetzen des Schicksals unterworfen.
• Ohne Wissen um die Schicksalsgesetze ist es kaum möglich, Ursache, Sinn und Integration der Schicksalsereignisse zu erfassen. Wie soll man ohne Kenntnis des Gesetzes der Wiederkehr des Verdrängten erkennen,  was die Begegnung mit Aggressoren, Dieben, Schwätzern, Depressiven, Prahlern, Kritikern, Pornolesern, Machthabern, religiösen Missionaren, Rechthabern, Seitenspringern oder Drogensüchtigen zu bedeuten haben ?
• Erst durch folgende Schicksalsgesetze ist es möglich, Ordnung in das Chaos unserer Schicksalsereignisse zu bekommen und ihre Sinnhaftigkeit zu deuten:
• Gesetz von Ursache und Wirkung
• Gesetz der Anziehung
• Gesetz des Ausgleichs
• Gesetz der Affinität
• Gesetz der Wiederkehr des Verdängten
• Gesetz des Denkens und Glaubens
• Gesetz der Bestätigung
• Gesetz der positiven und negativen Verstärkung
• Gesetz von Inhalt und Form
• Gesetz der Entwicklung
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• 8. Ganzheitliches Denken
• Die psychologische Astrologie versucht den einzelnen zu einem ganzheitlichen Denken zu führen. Ganzheitlich bedeutet, dass:
• kausales Denken
• bildhaftes Denken
• symbolisches, analoges Denken und
• vernetztes Denken zusammengehören und eine Einheit bilden. Dadurch weitet sich der Blickwinkel, das Denken wird wirklichkeitsadäquater.
Kausales Denken ( Ursache-Wirkung-Denken)
• das kausale Denken hat in unserem naturwissenschaftlich geprägten Zeitalter die Oberhand gewonnen. Dabei handelt es sich um ein Ursache-Wirkung-Denken innerhalb von materiellen und technischen Abläufen. Der Grundsatz, nach dem für jedes Geschehen notwendig eine Ursache angenommen werden muß (Kausalgesetz), wird jedoch – wenn es um Seele und Geist geht – oft verleugnet.
• So werden z.B. in der herkömmlichen Medizinideologie seelische und geistige Ursachen für ein körperliches Krankheitsgeschehen weitgehend ausgeschlossen.
• Auch bei dem Phänomen Schicksal werden eigene Ursachen gerne ausgeklammert und nur die Wirkungen bekämpft.
Bildhaftes Denken
• das bildhafte Denken entspricht dem Waage Prinzips des Ausgleichs, nach dem z.B. immer dann Bilder vor dem geistigen Auge auftauchen, wenn entsprechende Defizite in unserem körperlichen und seelischen Organismus bestehen.
• Diese Ausgleichsbilder spielen auch in der Werbung eine große Rolle. So lässt sich etwa eine Luxuslimousine besonders dort gut verkaufen, wo ein Defizit an Eigenwert ein solches Ausgleichsbild im Geist entstehen ließ.
• Auch lassen Leitbilder, Idealbilder und Komplementärbilder wichtige Rückschlüsse auf unerlöste Persönlichkeitsanteile zu.
• Leider hat bisher die Erkenntnis, dass jede Unterdrückung als Gegenpol ein Leitbild, jede Hemmung ein Ideal und jede Schwäche ein Traumbild erzeugt, viel zu wenig Eingang in die psychotherapeutische Praxis gefunden.
Symbolisches, analoges Denken
• Unsere nächtlichen Träume zeigen uns auf, dass das Unbewusste sich primär über Symbole ausdrückt.
• Über die Beschäftigung mit der Astrologie wird evident, dass alles, was uns umgibt und alles, was geschieht, ebenfalls Symbolcharakter hat, dass es auch die Symbole unseres >Lebenstraumes< zu dechiffrieren gilt.
• Eine solche Dechiffrierung kann über die kosmischen Prinzipien und ihre Fülle an Symbolen erfolgen.
• Dadurch sind plötzliche Analogieschlüsse und Assoziationen möglich, die das eigene Leben in einem neuen Licht erscheinen lassen.
Vernetztes Denken (siehe Punkt 4)

• ohne vernetztes Denken erscheint alles als Sammelsurium getrennter Elemente, so dass Ganzheit und Wirklichkeit nicht erkannt werden kann.
• Das vernetzte oder ökologische Denken macht uns erst die Wechselwirkungen und Zusammenhänge bewusst, die in unserem individuellen Leben und auf kollektiver Ebene ablaufen. Es wird alle Lebensgebiete befruchten und ein neues Zeitalter einleiten.

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